Die BiZi-Philosophie
Es liegt uns am Herzen, Ihr Kind zu einer eigenständigen und selbstbewussten Person zu erziehen. Die Erziehung und Bildung in der Familie des zu betreuenden Kindes möchten wir unterstützen und ergänzen. Dabei ist es uns besonders wichtig, im Einklang mit den Erziehungszielen der Eltern zu agieren, die stets die wichtigsten Bezugspersonen bleiben. Gemeinsam wird den Kindern so ein ganzheitlicher Ansatz eines liebevollen, wertschätzenden und gewaltfreien Umgangs vorgelebt.
Unsere Aufgabe als Tagesmütter begreifen wir überwiegend als beobachtende Funktionäre. Freies und fantasievolles Spiel geht von den Kindern aus, wenn man ihnen den Raum dazu lässt. Wir unterstützen die Mädchen und Jungen in ihrer Entwicklung, indem wir sie in alltägliche Abläufe einbeziehen, wie zum Beispiel den Tisch zu decken. Selbstverständlich greifen wir ein, wenn reelle Gefahr droht; versuchen aber, die Kinder kleinere Gefahren selbst kennenlernen und meistern zu lassen.
Wir möchten eine gesunde Balance zwischen Bewegung und Ruhe in den Tagesablauf integrieren. Als examinierte Krankenschwester zum einen und als Heilerziehungspflegerin zum anderen haben wir viel Erfahrung mit den körperlichen und seelischen Anforderungen der Kinder. So versuchen wir, den Bedürfnissen jeder der kleinen Persönlichkeiten gerecht zu werden. Dazu gehören gleichermaßen die Anerkennung von Individualität sowie die konsequente Anwendung von Ritualen und die Förderung sozialer Kompetenz in der Gruppe.
Die Eingewöhnung
Die Eingewöhnung richtet sich nach dem Berliner Modell. Das Kind bestimmt hierbei das
Tempo. Die Eingewöhnungszeit sollte mindestens 10 Tage andauern, je nach Kind kann diese
jedoch auch drei Wochen oder länger betragen.
Zunächst planen wir hierfür ca. zwei Wochen ein, indem das Kind in Begleitung täglich
jeweils eine Stunde zum schnuppern und spielen kommt. Die Bezugsperson sollte während
der Eingewöhnung nicht gewechselt werden.
Die Mutter oder der Vater nimmt hierbei eine passive Rolle ein und beobachtet nur das
Verhalten des Kindes im Hintergrund oder unterhält sich in möglichst entspannter
Atmosphäre mit der Tagesmutter, damit ihr Kind mit Ihnen als „sicherem Hafen“ die
ungewohnte Umgebung erkunden kann. Hilfreich kann hierbei auch sein, wenn die Eltern sich beispielsweise etwas zum lesen o.ä. mitnehmen. Die Tagesmutter hält sich am Anfang
ebenfalls zurück und reagiert nur, wenn das Kind den Kontakt aktiv sucht.
Dies wird solange fortgeführt, bis das Kind sich von dem Elternteil löst (immer weniger nach
ihr / ihm schaut oder sich bei Frust auch von der Tagesmutter trösten lässt). Die Tagesmutter
sollte erst einmal bei einer Pflegesituation dabei sein und diese am nächsten Tag in
Anwesenheit der Bezugsperson übernehmen.
Wenn Ihr Kind soweit ist, starten wir den ersten Trennungsversuch, dieser sollte maximal
zehn Minuten dauern. Verabschieden Sie sich und verlassen Sie den Raum. Anschließend
zeigt die Reaktion Ihres Kindes, ob es zu früh war oder nicht. Sollte es sich danach an Sie
klammern, war es zu früh. Freut sich ihr Kind kurz und spielt dann weiter, kann man die
Trennungszeit am nächsten Tag verlängern. Daraufhin wird der Aufenthalt im BiZi von
anfangs einer Stunde am Tag langsam immer weiter ausgedehnt.
Die Eingewöhnung kann Ihrem Kind leichter fallen, wenn es ein Übergangsobjekt von zu
Hause dabei hat, wie zum Beispiel ein Kuscheltier
Kinderschutzauftrag/ Kinderrechte
Zu unserem pädagogischen Auftrag gehört ebenfalls die Beachtung der Kinderechte und des Kinderschutzauftrags nach SGB 8 §8a.
Dieser konkretisiert den im Grundgesetz verankerten Schutzauftrag und regelt die prinzipiellen Verfahrensschritte des Jugendamtes beim Bekanntwerden einer (möglichen) Kindeswohlgefährdung. Die konkrete Umsetzung des Verfahrens obliegt den Jugendämtern.
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